Bremer Friedensforum

Presseerklärung 28.1.2008

Protest gegen Autobahn-Events an antifaschistischen Gedenktagen

Das Bremer Friedensforum und die VVN-Bund der Antifaschisten protestieren dagegen, dass am nationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, den Bremen im Rathaus durch eine Feierstunde mit einem Holocaust-Überlebenden begeht, das Bremer Amt für Straßen und Verkehr auf der neuen A 281 ein Event unter dem Motto "Bollerwagen und Bremer Kohl" veranstaltet. Das zeugt von wenig Sensibilität. Dass die Einweihung dieser Autobahn von Senator Dr. Reinhard Loske drei Tage später am 75. Jahrestag der Machtübertragung an Hitler vorgenommen wird, bestätigt dieses Manko. Gerade der Autobahnbau wurde von Hitler für die faschistische Propaganda stark missbraucht.

Schon 2001 war es peinlich, dass ohne Nachdenken Deutsche Bahn und Bremer Senat am Tag der Reichspogromnacht den renovierten Bremer Hauptbahnhof einweihten. Mehrere Organisationen haben damals noch dafür gesorgt, dass diese Feier mit einem Gedenken an die Juden verbunden wurde, die 60 Jahre zuvor von diesem Bahnhof aus in den Tod nach Minsk transportiert worden waren. Damit sich in Zukunft in Bremen solche Pannen nicht wiederholen, ist es ratsam, dass für alle senatorischen Bereiche der Antifaschistische Kalender angeschafft wird. Er kostet nur 6.50 Euro.

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