Bremer Friedensforum

Presseerklärung

den 21.8.2007

Friedensforum befremdet über Truppenbesuch der BMC

BREMEN. Das Bremer Friedensforum äußert sein Befremden über die Reise der Bremer Musical Company (BMC) nach Afghanistan. Die BMC möchte mit zwei Konzerten im Stützpunkt Mazar-e-Sharif, einem Musical-Dinner in Kabul sowie bei der Gestaltung eines Gottesdienstes "Soldaten, die in Afghanistan Leib und Leben riskieren, ein paar schöne Stunden bescheren". So wörtlich ihr künstlerischer Leiter, Thomas Blaeschke.

Nicht nur sein pathetisches Vokabular, das an den Jargon der Nazizeit erinnert, klingt erschreckend, Blaeschke zeigt sich darüber hinaus über die Lage in Afghanistan uninformiert. Auch durch die Präsenz deutscher Truppen weitet sich der Krieg täglich aus und fordert immer mehr Opfer unter der Zivilbevökerung. Die Einsätze deutscher Tornados und des Kommandos Spezialkräfte (KSK) tun dazu ihr Übriges. Die Mehrheit der afghanischen Bevölkerung ist längst gegen den Einsatz fremder Truppen in ihrem Land.

Thomas Blaeschke spricht von einer großen Ehre, die Bundesrepublik Deutschland und die Freie Hansestadt Bremen zu vertreten. Dagegen stellt das Friedensforum fest: Die Bremer Musical Company vertritt n i c h t die deutsche und Bremer Bevölkerung, denn diese ist nachweislich mehrheitlich für den Rückzug der Truppen aus Afghanistan.

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