Bremer Friedensforum

Pressemitteilung

den 27.7.2007

Bremer Friedensforum ruft nach Berlin auf

Bremen. Das Bremer Friedensforum hat die Unterstützung der bundesweiten Demonstration der Friedensbewegung am 15. September in Berlin gegen ein weiteres militärisches Engagement in Afghanistan beschlossen und wird die Anreise von Bremen mit Bussen organisieren.

Nach Ansicht des Friedensforums ist Afghanistan heute von demokratischen Verhältnissen ähnlich weit entfernt wie vor fünf Jahren. Der versprochene zivile Wiederaufbau des Landes kann nicht gelingen, weil seit 2002 in Afghanistan mehr als 85 Milliarden Dollar für Militärmaßnahmen, dagegen nur 7,5 Mrd. Dollar für den zivilen Wiederaufbau eingesetzt wurden. Diese Mittel konzentrierten sich fast ausschließlich auf die Hauptstadt Kabul. Erschrocken ist das Friedensforum über die offensichtliche Komplizenschaft des UN-Sonderbeauftragten für Afghanistan, Tom Koenigs, mit der NATO. Der ehemalige Frankfurter Stadtkämmerer Koenigs (Grüne) hatte jüngst Bundeskanzlerin Merkel aufgefordert, den militärischen Beitrag in Afghanistan noch zu erhöhen und "energisch den Kurs zu halten".

In Übereinstimmung mit zahlreichen humanitären Organisationen, die sich stets für eine strikte Trennung von zivilen und militärischen Maßnahmen ausgesprochen haben, fordert das Bremer Friedensforum eine radikale Änderung der deutschen Afghanistan-Politik. "Hilfe kommt nicht von Tornados oder aus Bomben und Raketen, sondern allein von zivilen Maßnahmen, die heute schon erfolgreich in Gegenden durchgeführt werden, wo sich keine Besatzungstruppen befinden", so Sprecher Ekkehard Lentz.

 

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