den 9. März 2007

Pressemitteilung

Friedensforum bedauert Bundestagsbeschluss über "Tornado"-Einsatz in Afghanistan

Bremen. Das Bremer Friedensforum bedauert den heutigen Bundestagsbeschluss über den Einsatz von "Tornado"-Aufklärungsflugzeugen in Afghanistan. Der Beschluss sieht außerdem den Einsatz von bis zu zusätzlichen 500 Soldaten vor. Bis zum 13. Oktober werden die Kosten mit 35 Millionen Euro angegeben. Der Gesamtbetrag für die mehr als fünf Jahre andauernde "Verteidigung Deutschlands am Hindukusch" dürfte nach Berechnungen aus der Friedensbewegung die Zwei-Milliarden-Grenze bereits weit überschritten haben.

Nach Ansicht des Bremer Friedensforums handelt es sich keineswegs nur darum, den alliierten Truppen zu einer besseren "Aufklärung" im Süden Afghanistans zu verhelfen. Vielmehr diene der Einsatz dazu, "die Zielfindung der NATO bei ihren Bombenangriffen auf Dörfer und Städte zu verbessern", erklärt Ekkehard Lentz, Sprecher des Forums. "Der Krieg wird dadurch ausgeweitet, zivile Ziele werden in noch größerem Umfang ins Visier genommen, noch mehr Menschen werden in Afghanistan sterben, die Bundeswehr wird in weitere Kämpfe verstrickt", befürchtet Lentz. Statt die Truppen mit "Tornado"-Aufklärern zu erhöhen, fordert das Friedensforum, Deutschland solle sich so schnell wie möglich aus dem militärischen Teil des Afghanistan-Engagements zurückziehen.

 

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