Bremer Friedensforum
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den 12. Mai 2006

Presseinformation

Friedensforum-Mahnwache vor Atlas Elektronik

Bremen. Anlässlich der Beendigung des Zweiten Weltkrieges vor 61 Jahren hielt das Bremer Friedensforum eine Mahnwache vor dem Werkstor von Atlas Elektronik in Sebaldsbrück ab. Die Teilnehmer wiesen darauf hin, dass trotz anderslautender Absichtserklärungen nach 1945 die deutsche Rüstungsindustrie wieder sehr stark geworden ist und Deutschland im Rüstungsexport inzwischen an vierter Stelle liegt.

In ihrer Ansprache kritisierte Andrea Kolling von der Koordinationsstelle "Stoppt den Rüstungsexport" das Versprechen der neuen Firmen-Eigentümer, weitere Marine-Elektronik-Aktivitäten in Bremen zu konzentrieren. Nach ihrer Auffassung verstärkt sich damit die Rüstung im maritimen Bereich und schafft – wie von den Übernahme-Firmen selbst gesagt – neue Export-Perspektiven. "Wachsende Rüstungsgeschäfte verschlingen nicht nur kostbare Steuergelder, sondern erhöhen die Kriegsgefahr in der Welt und verschärfen die Situation in Krisengebieten", so Kolling. Die Angestellten der Rüstungsfirma, so die Überzeugung des Friedensforums, würden lieber vernünftige zivile Produkte herstellen, zum Beispiel im Sinne des Klimaschutzes.

Über die Bedeutung der Rüstungsindustrie für Bremen gibt das Bremer Friedensforum auf seiner Internetseite www.bremerfriedensforum.de weitere Informationen im Internet.


Das Bremer Friedensforum wies mit einer Mahnwache vor Atlas Elektronik auf die wachsende deutsche Rüstungsindustrie hin. Foto: Eva Böller, honorarfrei

Das Bremer Friedensforum wies mit einer Mahnwache vor Atlas Elektronik auf die wachsende deutsche Rüstungsindustrie hin. Foto: Eva Böller, honorarfrei