Bremer Friedensforum
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Bremen, 19. September 2001

Pressemitteilung

Nach dem 11. September: Krieg ist keine Lösung

Wir haben mit Entsetzen wahrgenommen, mit welcher Grausamkeit Menschen bei dem Angriff auf das WTC und das Pentagon einbezogen und vernichtet wurden.
Unsere Anteilnahme und unsere Trauer gilt allen Opfer und ihren Angehörigen.

Wir wenden uns gegen undifferenzierte Äußerungen und unbewiesene, pauschale Schuldzuweisungen an Mitbürger islamischen Glaubens, die dadurch verunglimpft und gefährdet werden. Wir warnen vor dem Missbrauch der Situation zum Abbau von Freiheitsrechten.

Wir nehmen gleichfalls mit Entsetzen wahr, dass mit Drohgebärden und Kriegsvorbereitungen gegen die Staaten, in denen die Hintermänner der Attentäter vermutet werden, Angst und Panik bei der Zivilbevölkerung ausgelöst wird.

Wir halten es für unvorstellbar, dass die schutzlose Bevölkerung dieser Staaten, die seit Jahren unter ihrem eigenen Terrorregime leiden, für die fehlende Möglichkeit oder die Unfähigkeit, die Täter zu ermitteln und gezielt gegen sie handeln zu können, in Geiselhaft genommen werden.

Wir rufen dazu auf, sich auf die Regeln des Völkerrechts und die Achtung der Menschenrechte zu besinnen und alle notwendigen Schritte zur Aufklärung und Sühne dieser unmenschlichen Verbrechen darauf zu gründen. Nur so wird es gelingen, die Spirale neuen Unrechts und weiterer Gewalt anzuhalten.

Wir erwarten von unserer Bundesregierung, dass sie im Rahmen der Vereinten Nationen ihre Handlungen gemäß diesen Regeln abstimmt und entsprechend auf andere Staaten einwirkt.

Wir erwarten des Weiteren, dass die globale Politik Wege des materiellen Ausgleichs und der sozialen Gerechtigkeit erschließt, um die Ursachen von Unterdrückung, Armut und Hass zu beseitigen.

Wir treten ein für Frieden und Menschenrechte - Krieg ist keine Antwort auf Verbrechen.

gemeinsame Erklärung von Bremische Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung, Ökumenische Initiative Bremen, Bremer Friedensforum, Abrüstungsinitiative Bremer Kirchengemeinden, Lidice-Initiative, VVN-Bund der Antifaschisten und Infokreis Afghanistan