Bremer Friedensforum

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den 22. August 2000

PRESSEMITTEILUNG

 

Bremer gegen Krieg und Gewalt

Erstmals wieder gemeinsame Kundgebung am Antikriegstag

Nach den Erfahrungen mit dem Kosovo-Jugoslawienkrieg rufen in diesem Jahr Gewerkschaften, Kirchen und Friedensbewegung erstmals nach fünf Jahren wieder zu gemeinsamen Friedensaktivitäten zum Antikriegstag in Bremen auf. Unter dem Motto “Für zivile Konfliktlösung! Gegen militärische Gewaltlösungsstrategien!” veranstalten der DGB Kreis Bremen, die Ökumenische Initiative und das Bremer Friedensforum am Freitag, 1.September, eine Kundgebung um 16 Uhr auf dem Bremer Marktplatz . Anlässlich des Beginns des Zweiten Weltkrieges vor 61 Jahren sprechen Horst Schmitthenner , geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, Frankfurt/M., Andrea Kolling , Bremer Friedensforum, und Heinz-Dieter Beushausen , Ökumenische Initiative. Den musikalischen Rahmen bestreitet ein Chor unter Leitung von Martin Lugenbiehl .

Die Veranstalter stellen fest, dass der Sicherheits- und Friedensarbeit der OSZE durch den Krieg in Jugoslawien keine Chance gegeben wurde. Der Fortsetzung einer Politik mit militärischen Mitteln erteilen sie in ihrem Aufruf eine eindeutige Absage: "Wir treten ein für die Entmilitarisierung der Politik und die Umwidmung der Mittel in zivile Konfliktlösungsstrategien.”

Die diesjährigen Antikriegstags-Kundgebungen sollen in Bremen und in anderen Städten auch neue Impulse gegen Neonazismus und rechtsextreme Gewalt geben . Ekkehard Lentz , Sprecher des Friedensforums, der die Kundgebung leiten wird, erklärt hierzu: “Wir dürfen keinen Zweifel daran lassen, dass die Bekämpfung der Gewalttäter und die Auseinander-setzung mit ihren ideologischen Stichwortgebern, einschließlich der lauten bis klammheim-lichen Beifallspender mancher Stammtische, höchste Priorität genießen.” Und Armin Stolle vom Friedensforum verweist auf den Zusammenhang zwischen Krieg (nach Außen) und Gewalt (nach Innen): “Rassistisches Denken und nationalistische Überlegenheitsgefühle sind - wie die Geschichte zeigt - untrennbar mit der Bereitschaft zur Gewalt im Innern und letztlich zum Krieg gegen andere Völker und Staaten verbunden.” Gegen Krieg, gegen Gewalt, gegen Rechts treffen sich am 1. September bereits um 15.00 Uhr verschiedene Gruppen am Ziegenmarkt, um gemeinsam zum Marktplatz zu demonstrieren.

 

Spendenkonto: BfG Bank Bremen, BLZ 290 101 11, Konto-Nr. 1028528800

Das Bremer Friedensforum trifft sich jeden ersten Donnerstag im Monat um 18.30 Uhr in der Villa Ichon, Goetheplatz 4. Jeden Donnerstag findet die Mahnwache für Frieden zwischen 17.00 und 18.00 Uhr auf dem Bremer Marktplatz statt.