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den 23.4.1998

 

Pressemitteilung:

Erklärung gegen Rekrutengelöbnis findet Zustimmung

Die Erklärung "Bremerinnen und Bremer sagen Nein zum öffentlichen Rekrutengelöbnis in Bremen und anderswo" findet Zustimmung. Rund 350 Erstunterzeichner protestieren gegen das geplante Gelöbnis am 9. Juni 1998 in Bremen. Sie "sehen in den öffentlichen Gelöbnissen Ablenkungsmanöver des Bundesverteidigungsministers von dem durch rechtsextremistische Vorfälle gezeichneten inneren Zustand der Bundeswehr." Im Gegensatz zum Berufssoldaten müsse ein Wehrpflichtiger keinen Eid leisten. "Dem Gelöbnis kommt ausschließlich (eine) ethische Bedeutung zu", heißt es in der Erklärung. Öffentliche Gelöbnisse tragen zur Militarisierung der Gesellschaft bei, so die Unterzeichner der Erklärung, die Senat und Bremische Bürgerschaft auffordern, nach dem 6. Mai 1980 kein weiteres Militärspektakel in Bremen zuzulassen.

Zu den Unterzeichnern gehören Generalintendant Dr. Klaus Pierwoß, der Leiter des Hauptgesundheitsamts, Dr. Heinz-Jochen Zenker, die Frauenbeauftragte Ulrike Hauffe und ihre Vorgängerin Ursula Kerstein, die Ex-Senatoren Herbert Brückner, Horst von Hassel und Sabine Uhl sowie die Bürgerschaftsabgeordneten Carmen Emigholz, Arendt Hindriksen, Karin Krusche, Klaus Möhle, Dieter Mützelburg, Carsten Sieling und Helmut Zachau. Auch die Ausländerbeauftragte Dagmar Lill sowie die DGB-Vorsitzende Helga Ziegert gehören zu den Erstunterstützern, meldet Ekkehard Lentz vom Bremer Friedensforum, aus dessen Umfeld die Erklärung gestartet wurde.