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Abdallah Frangi

Frangi (Palästina): Nur Zweistaatenlösung ist möglich

Bei der Veranstaltung „Palästina, Berichte und Analysen aus ersten Hand“ in Bremen sprach Abdallah Frangi, Berater des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas. Vor den Besuchern im vollbesetzten Saal des Überseemuseums legt e er in einem knappen Einführungsvortrag die äußerst schwierige Situation des palästinensischen Volkes dar.
Einerseits hat sich die Mehrheit der Nationen die Notwendigkeit der Zweistaatenlösung zu eigen gemacht, darunter alle Staaten Europas, so leben andererseits inzwischen fast 500.000 israelische Siedler auf dem besetzten palästinensischen Territorium und 200.000 Juden im palästinensischem Ost-Jerusalem.
Er beschrieb die Tragik, dass durch die Ermordung des israelischen Ministerpräsidenten Jitzchak Rabin der ganze Osloer Friedensprozess scheiterte. „Arafat hat damals geweint“, berichtete Frangi.
Auf die Frage eines Besuchers der Veranstaltung, ob nicht ein jüdisch-palästinensischer Staat möglich sei, sagte Frangi entschieden, dass nur eine Zweistaaten-Lösung zur Lösung führen könne. Die Palästinenser könnten nur souverän mit Israel verhandeln, wenn sie einen eigenen Staat hätten. Wenn das erreicht wäre, könnte über alles ernsthaft diskutiert werden.
Es wurden im Anschluss an den Vortrag viele Fragen gestellt, u.a. von einem Palästinenser und von der Vertreterin des Arbeitskreises Nahost, Hildegard Lenz.

Die Veranstaltung moderierte Detlef Griesche, Vorsitzender der Deutsch Palästinensischer Gesellschaft.

Text und Fotos: Hartmut Drewes
Erstellt am: 08.03.2018
Bilder:
12:11:35
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