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Ursula von der Leyen, Ehrengast beim Schaffermahl

Bremer Schaffermahlzeit mit Ursula von der Leyen

Prostest des Bremer Friedensforums

Bei der alljährlichen Bremer Schaffermahlzeit im Rathaus war dieses Jahr als Ehrengast Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen anwesend. Das forderte das Bremer Friedensforum heraus, öffentlich gegen die deutsche Militärpolitik zu demonstrieren. Drei Forderungen stellte dabei das Friedensforum: Verzicht auf Kampfdrohnen, Ende der Auslandseinsätze der Bundeswehr und Gespräche mit Russland statt neuer NATO-Stützpunkte gegen Russland.

Diese Forderungen standen auf einer Postkarte

Die Karte wurde vom Friedensforum an die Schaulustigen wie auch an die sich zum Traditionsmahl begebenden Gäste und die Veranstalter dieses Ereignisses verteilt. Letztere sind Vertreter der Bremer Elite. Auf einer Seite der Postkarte war das Porträt der Verteidigungsministerin mit der Sprechblase zu sehen: „Ich wär so gern ´ne Drohne.“ Ministerin von der Leyen nahm die Postkarte auch persönlich entgegen.

Während ein Shanty-Chor für die ankommenden Gäste Marschlieder sang, machten die etwa 50 Demonstranten mit Transparenten, Schildern und Friedensfahnen zum Teil lautstark auf ihre Forderungen aufmerksam. Auf einem Transparent war zu lesen: „Ukraine: Die Waffen nieder, keine NATO-Erweiterung!“ Betriebsangehörige von Daimler stellten auf einem Transparent die Fragen: „Für die Verteidigung des Standorts Deutschland? Vom Lohnarbeiter zum Leiharbeiter, zum Zwangsarbeiter, zum Vaterlandsverteidiger?“

Ein Obdachloser nutzte die Gelegenheit, die betuchten Mahlteilnehmer um Geld zu bitten. Meistens wurde er abgewiesen, zum Teil mit dem Worten: „Ich habe jetzt kein Geld in der Tasche.“ Manche aber zückten auch ihr Portmonnaie. Bremer Schaffermahlzeit mit Ursula von der Leyen

Text und Fotos: Hartmut Drewes
Postkartenentwurf: Frauke Mattfeldt

Erstellt am: 15.02.2015
Bilder:
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