Deutsch-russische Beziehungen

Eröffnung der Ausstellung zur Blockade von Leningrad (1941-1944) in Bremen

Rolf Becker (Hamburg) gab Einblick in Leid und Widerstand

Unter großer Beteiligung wurde die Ausstellung zur Blockade zu Leningrad unter dem Motto „Niemand ist vergessen und nichts ist vergessen“ in der evangelischen Kirche Unser Lieben Frauen in Bremen eröffnet, genau am 80. Jahrestag der Beendigung der Blockade durch die Rote Armee. Der Schauspieler Rolf Becker gab einen Blick in die Zeit der Bombardierungen, des Hungers, des Todes von über einer Million Einwohnern und vom Widerstand in diesen 872 Tagen. In seiner Performance las er zu den Berichten Zitate aus den Tagebüchern der Mädchen Tanja Schawitschewa und Lena Muchina, außerdem aus der Lyrik von Olga Bergholz, gab Beispiele der Musik, die in diesen Tagen in Konzerten aufgeführt wurde, sowie Fotos und Ausschnitte aus Dokumentarfilmen.

Grußworte sprachen Pastor i.R. Louis-Ferdinand von Zobeltitz von der Friedensinitiative der gastgebenden Kirchengemeinde und Wolfgang Müller im Namen des Veranstalters, des Vereins „Deutsch-Russische Friedenstage Bremen e.V.“. Alle drei Personen bedauerten die Politik der Bundesregierung, die von der Kooperation mit Russland – der Leningrader Schriftsteller Daniil A. Granin sprach 2014 im deutschen Bundestag - zur Konfrontation gegen dieses Land wechselte, und dass in der Bundesrepublik die Verbrechen Deutschlands mit 27 Millionen Toten nie aufgearbeitet und Entschädigungen nie gezahlt worden sind. Der sehr bewegende Abend klang mit zwei Musikstücken von Schostakowitsch aus, die zwei junge, in Bremen lebende russische Musiker darboten. Wolfgang Müller dankte allen Beteiligten und nannte noch die weiteren Veranstaltungen zur Ausstellung.


Video zur Veranstaltung:



Fotos: Hartmut Drewes
Erstellt am: 02.02.2024
Bilder:
Olga Bergholz Olga Bergholz
 Lena Muchina Lena Muchina
Dimitri schostakowitsch Dimitri schostakowitsch
11:30:28
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