Aktuelles

Bremer Gedenken an den Gräbern sowjetischer Zwangsarbeiter

Der 9. Mai ist der Tag, an dem in Russland und den anderen Nationen der ehemaligen Sowjetunion der Sieg über den deutschen Faschismus begangen und damit zugleich an die Opfer des Krieges gedacht wird. In Bremen sammelten sich an den Gräbern der sowjetischen Zwangsarbeiter auf dem Osterholzer Friedhof auf Einladung des Vereins „Deutsch-Russische Friedenstage Bremen e.V.“ Bremerinnen und Bremer, sowohl deutsch- wie russisch Sprechende. Eine Reihe von ihnen kam aus der Bremer Umgebung hinzu. Blumen wurden auf den Sockel des auf dem Gräberfeld stehenden Denkmals der trauernden Mütter gelegt, nach russischer Sitte auch Wasser und Brot. Irene Baumann trug in Russisch wie Deutsch ein Gedicht (nachfolgend) von Anna Achmatowa (1889-1966) vor und Horst Otto hielt die Rede. Er hob die Bedeutung des Sieges der Roten Armee über Nazideutschland hervor. Die Erinnerung daran ist notwendig, denn ohne diesen Sieg sähe es in Europa anders aus. Er wies dabei darauf hin, dass es eine zukünftige Friedens- und Sicherheitsarchitektur in Europa nur zusammen mit Russland geben kann.

Anna Achmatova

...Wir wissen, was heute nun die Waage wägt
Und was heute geschieht.
Die Stunde der Tapferkeit ists, die uns schlägt.
Die lässt uns nicht, wir nicht sie.
Nicht schweigen! Sprechen! Sprechen!!!
Sprechen und singen!
Wir behüten dich, russische Sprache,
dich, russisches Wort,
Und tragen dich, frei, rein mit unserer Kraft
Und retten dich vor der Gefangenschaft

Auf immer!
1942

Musikalisch bereicherten die Gedenkfeier mit russischen Liedern Vadim Kulitfkiy und Vladimiros Papadopoulos.


Fotos: Hartmut Drewes und Ilker Maga
Erstellt am: 10.05.2022
Bilder:
22:57:46
Newsletter
Soziale Netzwerke