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Bremer Friedensratschlag

Eine zweite Bremer Veranstaltung zum Tag der Befreiung am 8. Mai hatte Joachim Schuster, MdEP, initiiert. An den Vorbereitungen nahmen teil: der Friedensbeauftragte der Bremischen Ev. Kirche Jasper von Legat, der DGB Bremen, das Bremer Friedensforum und die SPD Bremen.
Eingeleitet wurde die Nachmittagsveranstaltung im Gemeindezentrum Pauli in der Neustadt durch Grußworte von Franz Hartmann vom DGB und Reinhold Wetjen, Vorsitzender des Landesvorstands der SPD Bremen. Der Vortrag von Wiltrud Rösch-Metzler von Pax Christi musste von Barbara Heller und Anne Biermann-Asseln verlesen werden, da der Ausfall eines Zuges ihr Kommen unmöglich machte. Weitere Referate hielten Peer Teschendorf (FES-Büro Moskau) und Prof. Johannes Varwick (Universität Halle).
Es hatten sich viele Zuhörer eingefunden, und es fand eine breite Diskussion statt. Oli Poppe, Dozent an der Hochschule für Künste in Bremen für Jazz, Gehörbildung und Klavier, improvisierte beim Kommen der Gäste und während der Kaffeepause.
Inhaltlich wurde deutlich, dass wir angesichts des Ukrainekriegs nicht einer Logik von Aufrüstung und Abschreckung verfallen dürfen. Stattdessen sind Rüstungskontrolle u. ä. angebracht. Es kann nicht darum gehen, jetzt Russland niederzuringen, sondern einen Interessenausgleich herzustellen, ohne dabei blauäugig zu sein. Es gab in der Diskussion eine Tendenz gegen Waffenlieferungen, zumal Waffenlieferungen den Krieg blutiger machen, und der Krieg kann dadurch zu einem Stellvertreterkrieg werden. Es wird für die Ukraine keine militärische, sondern nur eine politische Lösung geben.

Fotos: Hartmut Drewes und das letzte von Joachim Schuster


Download: Rede von Wiltrud Rösch-Metzler
Erstellt am: 10.05.2022
Bilder:
21:24:42
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