Aktuelles

„1914 waren es die Kriegskredite, heute sind es 2% für Rüstung“ - Gedenken an die Bremer Räterepublik

Trotz Winterwetter mit Schnee und Wind hatten sich eine größere Anzahl Bremerinnen und Bremer am Eingangstor des Bremer Friedhofs in Walle zum Gedenken an die Gefallenen der Bremer Räterepublik vor 102 Jahren versammelt. Sie zogen von dort zu dem Denkmal, das zu Ehren der Gefallenen 1972 in der Nähe ihrer Gräber dort errichtet wurde.

Die diesjährige Rede hielt Petra Scharrelmann vom Bremer Friedensforum. Sie sagte in ihrer Rede, in der sie besonders auf Rosa Luxemburg einging: „1914 waren es die Kriegskredite, heute sind es 2% für Rüstung und Coronahilfen für Unternehmen wie die Lufthansa. Krieg und Krise sind die verschiedenen Seiten einer Medaille, haben wir das vergessen?“

Andreas Rabenstein, Stadtverbandsprecher der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), sprach ein Grußwort und Gerd-Rolf Rosenberger moderierte die Veranstaltung.

Seit die Bremer Räterepublik vor 102 Jahren blutig niedergeschlagen wurde, erinnern Gewerkschaften, linke Parteien und Organisationen regelmäßig an die 29 Arbeiter, die bei der Verteidigung ihr Leben verloren. In seiner Eröffnungsrede sprach Andreas Rabenstein, Stadtverbandssprecher der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), stellvertretend für die DGB-Gewerkschaften von der Aktualität der damaligen Ereignisse. Unter anderem betonte er, dass der damalige Volkskommissar der Räterepublik für des Schulwesen, Herrmann Böse, den Grundstein für eine demokratische Schule gelegt habe. Gerd-Rolf Rosenberger moderierte die Veranstaltung.

Siehe auch: https://www.gew-hb.de/veranstaltungen/detailseite/veranstaltung-zu-ehren-der-verteidiger-der-bremer-raeterepublik/


Download: Rede von Petra Scharrelmann

Text und Fotos;: Hartmut Drewes, Bremer Friedensforum
Erstellt am: 08.02.2021
Bilder:
22:50:35
Newsletter
Soziale Netzwerke