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Bremer Solidarität mit Julian Assange

An die hundert Bremer Bürgerinnen und Bürger haben mit einer Kundgebung für die Freilassung des Journalisten Julian Assange aus der britischen Haft demonstriert. Er hatte Kriegsverbrechen der USA in Afghanistan und im Irak öffentlichen gemacht und wird deswegen von den USA verfolgt. Sie versuchen ihn vor Gericht zu stellen, um ihn lebenslänglich hinter Gitter zu bringen, und haben deswegen einen Auslieferungsantrag an Großbritannien gestellt.
Barbara Heller vom Bremer Friedensforum, die die Kundgebung einleitete und moderierte, las die Rede der Bremer Bundestagsabgeordneten Doris Achelwilm (DIE LINKE) vor, die verhindert war, selbst dabei zu sein. Achelwilm steht mit dem Vater von Assange in Kontakt und war zum Beginn des Gerichtsverfahren nach London gereist und hat Solidarität innnerhalb des Bunstages organisiert. Der Bremer Jurist Gerhard Baisch hat die Anhäufung von Rechtsbrüchen der USA und Großbritanniens in diesem Fall geschildert und den zurzeit laufenden Prozess in London als „skandalös“ bezeichnet. Der Lehrer i.R. Joachim Ströh stellte die Heuchelei führender Politiker der Bundesrepublik bis hin zum Bundespräsidenten Walter Steinmeier heraus, die einerseits ständig von Menschenrechten und Freiheit sprechen, im Fall Assange aber das unrechtmäßige Vorgehen der westlichen Partner mit Schweigen umhüllen oder es sogar verharmlosen. Der massiven medialen Verbreitung von Lügen über den Inhaftierten setzen sie nichts entgegen. Als Vierter Redner sprach Dieter Götzel von der Initiative „Aufstehen Bremen“. Er hob die notwendige Solidarität hervor.
Gemeinsam organisiert haben die Veranstaltung das Bremer Friedensforum und Aufstehen Bremen.

Text und Fotos: Hartmut Drewes, Bremer Friedensforum



Download: Rede Gerhard Baisch
Download: Rede Joachim Ströh
Download: Rede Dieter Götzel
Download: Rede Doris Achelwilm
Erstellt am: 16.10.2020
Bilder:
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