Aktuelles

30 Jahre Bremische Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung

Vorstellung des Labels für zivile Betriebe

Im überfüllten Saal des Forum Kirche in Bremen beging die Bremische Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung ihr 30jähriges Bestehen. Stiftungsaufgabe ist die Umstellung der Rüstungsproduktion auf zivile, sozial- und umweltverträgliche Produktionen - Rüstungskonversion - voranzutreiben sowie eine breite öffentliche und basisorientierte Debatte zu gewaltfreien Konfliktlösungsstrategien zu initiieren und weiterzuführen. Stiftungsgründer waren Prof. Dr. Rudolf Hickel, der 2019 verstorbene Armin Stolle und Ekkehard Lentz.
Der Vorsitzende Peter Ansorge begrüßte die Gäste und verlas die Grußbotschaft des Bürgermeisters Andreas Bovenschulte. Dieser stellte sich darin deutlich gegen den Waffenexport in Konflikt- und Krisenregionen. Bovenschulte hatte die Schirmherrschaft für die Jubiläumsfeier übernommen. Anschließend beglückwünschte Barbara Heller vom Bremer Friedensforum die Stiftung und sprach sich besonders für Zusammenarbeit mit ihr aus, um eine neue, dritte Broschüre zur Rüstungsindustrie in Bremen herauszubringen. Anschließend betonte die Präsidentin der Bremischen Evangelischen Kirche Edda Bosse den biblischen Friedensauftrag und kirchliches Engagement in dieser Sache.
Es folgten zwei längere Beiträge zu Anti-Aüstungspositionen. Erstens schilderte Dirk Grah das deutliche Bemühen der GLS-Bank, nur rüstungsfreie Geldanlagen anzubieten und keine Bankgeschäfte mit Rüstungsfirmen zu tätigen. Zweitens berichtete Pfarrer Andreas Bordne von der Evangelischen Kirche in Baden über die Initiative und Verbreitung des Labels zur Kennzeichnung rüstungsfreier Betriebe, ein in unserer zunehmend militarisierten Gesellschaft kein leichter Weg. Die Stiftung hat diese Aktion auch zu der ihren gemacht.
Friedrich Scherrer, Pastor i.R., beschloss den inhaltlichen Teil des Jubiläums.
Zwischen den Redebeiträgen spielte Ulrike Rüben von der Deutschen Kammerphilharmonie drei Stücke aus einer Suite für Cello von Johann Sebastian Bach, verbunden mit einer eigenen Improvisation.
Im Anschluss fand ein Empfang statt, bei dem es viele Gespräche gab.

Text und Fotos; Hartmut Drewes, Bremer Friedensforum
Erstellt am: 09.03.2020
Bilder:
15:29:56
Newsletter
Soziale Netzwerke