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„Meinst du die Russen wollen Krieg?“ Ausstellung im DGB-Haus Bremen eröffnet

Erfolgreicher Auftakt der zweiten Deutsch-Russischen Friedenstage in Bremen

„Meinst du die Russen wollen Krieg?“, so der Titel einer Ausstellung. Sie zeigt in Fotos und Texten von Elena Maslovskaya und Jörg Munder etwas vom Alltag der Russen heute, zeigt, dass sie Menschen sind, die sich in keiner Weise nach Krieg sehnen. Ganz im Gegenteil: der Generalkonsul Andrei Sharashkin, offizieller Vertreter der Russischen Föderation in Hamburg, legte in eindrücklichen Worten dar, wie sehr die Russen im Zweiten Weltkrieg gelitten haben und große Opfer bringen mussten. Kein anderer Staat hatte mit 27 Millionen Toten so viele Menschenleben zu beklagen wie die Sowjetunion. Bis heute gedenken die Russen jährlich am 9. Mai dieser Schreckenszeit und kommen zu Millionen in den Städten zu Kundgebungen und Umzügen zusammen. Viele zeigen dabei die Fotos ihrer im Krieg zu Tode gekommenen Verwandten. Und Sharashkin fügte hinzu: „Wie soll ein Volk, das so gelitten hat, noch einmal Krieg wollen?“
Horst Otto vom Verein „Deutsch-Russische Friedenstage Bremen e.V.“ begrüßte die Besucherinnen im voll besetzten Saal und moderierte die Veranstaltung. Außer dem Generalkonsul Sharaschkin sprach die in Leningrad geborene Grafikerin Elena Maslovskaya. Sie führte in die Ausstellung ein. Im Namen des Bremer DGB begrüßte Dennis Zagermann die Anwesenden. Unter ihnen waren die Landesvorsitzende der SPD Sascha Aulepp, Markus Westermann, Geschäftsführer von ver.di Bremen-Nordniedersachsen, Ulrich Schlüter, der Ortsamtsleiter von Osterholz, und Olaf Dinné. Die Gruppe „Das Rote Krokodil“ sang Friedenslieder und der in Bremen lebende Walery Holstein spielte auf seinem Bajan, ein in Russland beliebtes chromatisches Knopfakkordeon.

Text und Fotos: Hartmut Drewes; ein Foto von Herbert Wehe
Erstellt am: 05.02.2020
Bilder:
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