Aktuelles

Protest gegen das öffentliche Gelöbnis der Bundeswehr in Rotenburg/Wümme

Friedensaktivistinnen und -aktivisten protestierten am 12. November 2019 gegen die öffentliche Gelöbnisveranstaltung der Bundeswehr in Rotenburg/Wümme in Niedersachsen.

Öffentliche Gelöbnisse sind politische Demonstrationen für die Auslandseinsätze der Bundeswehr, für eine kriegerische Außenpolitik, für die Militarisierung der Gesellschaft, für die gigantische Steigerung der Rüstungsausgaben von 1,2% auf 2% des Bruttosozialprodukts, während für Bildung, Soziales, Umweltschutz und Infrastruktur das Geld fehlt. Wir sagen: Nein zur Militarisierung der Gesellschaft! Nein zu den Auslandsinterventionen und Kriegen von NATO und Bundeswehr! Kein Werben fürs Sterben! Für friedliche und gewaltfreie Konfliktlösung!...

Barbara Heller vom Bremer Friedensforum: " 25 Protestierende hatten sich eingefunden, aus Bremen, Hamburg, Hannover und aus Rotenburg und dem Heidekreis. Wir kamen aus verschiedenen Organisationen und freuten uns über die gemeinsame Aktivität." An der Aktion beteiligten sich auch die Mitglieder der Bremischen Bürgerschaft, Maja Tegeler und Olaf Zimmer (Die Linke).

Die TAZ hatte am gleichen Tag über unsere Argumente berichtet:

https://taz.de/Archiv-Suche/!5636926&s=Rotenburg%2BBundeswehr&SuchRahmen=Print/

Der nachträgliche Bericht der Rotenburger Kreiszeitung erwähnt die Protestierenden zwar mit keinem Wort, aber liefern zumindest ein paar schöne Bilder:

https://www.kreiszeitung.de/lokales/rotenburg/rotenburg-ort120515/oeffentliche-bekenntnis-13214896.html

Agnes Hasenjäger vom Friedensbüro Hannover: "Im Anschluss saßen wir noch in einem Cafe zusammen, lernten uns ein bisschen kennen und diskutierten das weitere gemeinsame Handeln: Für das NATO-Großmanöver Defender 2020 im nächsten Frühjahr ist Norddeutschland mit den Häfen, Garlstedt und dem Truppenübungsplatz Bergen-Hohne der Schlüsselraum - also gibt es noch viel Gemeinsames zu tun. Wir haben abgesprochen, wie wir das gemeinsam beraten und dann gemeinsam handeln wollen."

Film: https://www.youtube.com/watch?v=30l__7f21cE

Eine Teilnehmerin der Protestkundgebung berichtet: "Der Gelöbnisplatz martialisch, Maschinengewehre und andere Waffen als Deko-Elemente, eine Rednertribüne (von der Ministerpräsident Weil sprach) in Tarnoptik als stünde ein feindlicher Bomberangriff unmittelbar bevor. Massenhaft Feldjäger und zivile Polizei in der ganzen Innenstadt. Bei Versuchen mit einzelnen Rekruten ins Gespräch zu kommen, sind sofort Feldjäger da mit dem Kommando an die Soldaten: "Weitergehen!" Interessant die Antworten einzelner Rekruten, z.B. auf die Aussage, dass Bundeswehreinsätze gegen das Völkerrecht verstießen: "Welches Völkerrecht?". Auch bei der Polizei Beispiele einer erschreckenden Rechtsentwicklung. Ein Polizist meint provozierend: "Und wer soll uns verteidigen, wenn die Russen uns angreifen?" Auf meine Antwort, dass weder für den 1. noch für den 2. Weltkrieg die Russen die Verantwortung trügen meint er, dass sei wissenschaftlich nicht erwiesen. Geschichtsblindheit und Reinwaschung des deutschen Militarismus und des Hitlerfaschimus. Die AfD lässt grüßen."

Download Flyer Öffentliche Gelöbnis-Feiern
Erstellt am: 15.11.2019
Bilder:
06:33:57
Newsletter
Soziale Netzwerke