Aktuelles

offener Brief an die Koalitionspartner

Friedens- und Abrüstungsfrage muss Teil der Koalitionsverhandlungen sein

Offener Brief des Bremer Friedensforum

An die Verhandlungsdelegationen von der SPD, den Grünen und der Partei Die Linke in Bremen

Sehr geehrte Damen und Herren,


die Mehrheit der bundesdeutschen, so auch der Bremer Bevölkerung spricht sich gegen Rüstungsexporte und die Erhöhung der Rüstungsausgaben aus, will das Verbot von Atomwaffen und gute Beziehungen zu Russland.
In diesem Sinn erhofft das Bremer Friedensforum, dass die Koalitionspartner des „Reformbündnisses“ die folgenden friedenspolitischen Themen in ihr gemeinsames Regierungsprogramm mit hineinnehmen:

  • die Bremische Initiative (Bürgerschaftsbeschluss vom 7.12.2017) im Bundesrat für eine Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages weiter verfolgen,
  • die weltweite Bewegung der „Bürgermeister für den Frieden“ aktiv unterstützen,
  • die Stelle eines Beauftragten für Rüstungskonversion beim Senat wieder einrichten, um langfristig zivile Perspektiven für Bremer Rüstungsbetriebe zu entwickeln,
  • einen Lehrstuhl für Friedensforschung und zivile Konfliktbearbeitung an der Universität Bremen einrichten,
  • die Partnerschaft mit einer Region und/oder einer Stadt der Russischen Föderation anstreben, um die angespannten Beziehungen zu Russland zu normalisieren (Bremen und das Saarland sind die einzigen Bundesländer, die keine regionale Partnerschaft mit Russland haben) und eigene Kontakte Bremens mit Russland schaffen, wie es Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern praktizieren.
  • Keine Transporte für Manöver und Truppenstationierungen im Osteuropa über Bremerhaven,
  • die Bremischen Häfen für Rüstungsexporte, Waffen- und Munitionsexporte sperren.
  • Es gilt, endlich Straßen umzubenennen, die mit Namen der deutschen Kriegs- und Kolonialgeschichte eng verbunden sind (z.B. Hindenburg, Langemarck, Lüderitz), sowie die Altmannshöhe umzuwidmen.
  • Der Neujahrsempfang der Bundeswehr gehört wieder in die Kaserne, denn die Bundeswehr gehört nicht ins Rathaus und ebenso wenig in Schulen und Jobcenter.
  • Die Erhaltung der Zivilklausel im Hochschulbereich

Mit freundlichen Grüßen und guten Wünschen für erfolgreiche Verhandlungen im Sinne der bremischen Bevölkerung


i.V. Ekkehard Lentz und Hartmut Drewes
Sprecher Bremer Friedensforum


Das Titelbild ist vom "Tagesspiegel"
Erstellt am: 11.06.2019
14:16:19
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