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Der Gedenkstein

Ehrung für den Antifaschisten und Friedenskämpfer Willy Hundertmark

Benennung eines Platzes im Bremer Westen nach ihm

Fast 17 Jahre nach seinem Tod wurde ein Platz im Bremer Westen nach dem Antifaschisten, Kommunisten und Friedensaktivisten Willy Hundertmark (1907-2002) benannt. Viele Bremerinnen und Bremer haben ihn durch seine lebendigen antifaschistischen Stadtführungen und seine Reden auf Friedensdemonstrationen kennen und schätzen gelernt. Noch ein Jahr vor seinem Tod hielt er bei der ersten Bremer Demonstration gegen den Afghanistankrieg am 22. September 2001 (daher das Foto) eine Rede. Er sprach zum Motto: „Krieg ist keine Lösung“. Hundertmark verband als ehemaliger KZ-Häftling stets antifaschistisches Erinnern mit gegenwärtigen Fragen und Problemen des Friedens, der Völkerverständigung und der Arbeitnehmerinteressen.

Bei der Benennung des Platzes sprach zu Anfang Claus Gieseler vom Senat; dann würdigten Raimund Gaebelein von der VVN-Bund der Antifaschisten und Jens Böhrnsen, ehemaliger Bürgermeister der Stadt, verwandt mit Willy Hundertmark, die Verdienste Namensgebers. Zum Schluss sagte Tanja Piening vom Umweltbetrieb Bremen etwas zur Planung des Platzes.

Anwesend waren zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils, Verwandte und alte Kampfgefährten. Musikalisch umrahmte die Veranstaltung die Gruppe „Boyko“ mit Volksmelodien des Balkans. Die Enthüllung nahm Raimund Gaebelein gemeinsam mit den beiden Stieftöchtern Willy Hundertmarks vor. Dem schloss sich ein Familienfoto und ein heiteres Kaffeetrinken mit Gesprächen an.

Text und Fotos: Hartmut Drewes, Bremer Friedensforum
Erstellt am: 24.05.2019
Bilder:
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