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Rede Martha Valdez Rojas

Hände weg von Venezuela, Fazit der Kundgebung

Kundgebung auf dem Bremer Marktplatz

An die hundert Menschen versammelten sich in Bremen zu einer Solidaritätskundgebung für Venezuela. Sie demonstrierten mit der Buchstabenreihe „Hände weg von Venezuela!“ gegen die Einmischung der USA. Diese ist verbunden mit Sanktionen und der Drohung einer militärischen Intervention. Andere westliche Staaten wie die Bundesrepublik Deutschland schlossen sich der Einmischung in die inneren Angelegenheiten an. Sie erkannten völkerrechtswidrig Juan Guaidó als Präsidenten gegen den rechtmäßig gewählten Nicolás Maduro an.
Als erster Redner kam Heiner Fechner, Jurist, Wissenschaftler an der Universität Bremen und Vorstandsmitglied der „Vereinigung demokratischer Juristinnen und Juristen“ zu Wort. Er legte dar, dass alle demokratischen Abläufe in dem Lande rechtens durchgeführt worden sind, auch die Wahl Maduros 2018.
Den USA gehe es in Wahrheit – so Fechner - gar nicht um die demokratischen Prozesse, sondern um den Ölreichtum Venezuelas und um seine Beherrschung, nicht nur des Öls, sondern des Landes und Lateinamerikas insgesamt. In diesem Sinne hatte bereits Barack Obama 2015 gegen Venezuela völkerrechtswidrige Sanktionen aufgebaut, unter denen das Land leidet.
Danach sprach Martha Varinia Valdez-Rojas. Sie ist in Venezuela geboren und hat die Veränderungen in ihrem Land seit dem Machtantritt von Hugo Chavez miterlebt. Unter ihm bekam die Mehrheit der Armen, die bis dahin in den Favelas lebte und „rechtlich wie politisch gar nicht existierte“, Rechte, Beteiligung an der Demokratie, Arbeit und Rente. Sie selbst konnte so auch eine kostenlose Bildung erhalten.
Die Partei von Juan Guaidó - so Valdez-Rojas - sei eine rechtsextreme Partei, die in Venezuela durch ihre Gewalt auf der Straße, ihre Verbindungen zur Mafia, zu den Paramilitärs in Kolumbien und rechten Republikanern in den USA bekannt sei. Zugleich habe sie gute Beziehungen zu den Großgrundbesitzern und zur Nahrungsmittelindustrie. Diese Partei und andere oppositionelle Kräfte haben im Ausland Sanktionen gegen Maduro gefordert. Solche wurden in den USA, London und anderswo durchgeführt, indem Milliarden Dollars des venezolanischen Staates konfisziert wurden, zum Schaden der Versorgung der Bevölkerung.
Zum Schluss brachten Frank Schwitalla vom Netzwerk Cuba e.V. Bremen und die Landesvorstandssprecherin der Partei Die Linke Cornelia Barth die Solidarität ihrer Organisationen zum Ausdruck.
Danach erklang die venezolanische Nationalhymne. Es moderierte die Kundgebung Barbara Heller, Sprecherin des Bremer Friedensforums.

Text und Fotos: Hartmut Drewes
Downloads zu den Reden von Heiner Fechner und Martha Varinia Valdez-Rojas:

Download: Rede Martha Valdez Rojas Venezuelanerin
Download: Rede Heiner Fechner
Erstellt am: 09.02.2019
Bilder:
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