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„Abrüsten, abrüsten, abrüsten!!!“
Aktion des Bremer Friedensforums vor dem Bremer Dom

Die bundesweite Unterschriften-Aktion „Abrüsten statt aufrüsten“, deren Aufruf inzwischen über hunderttausend Menschen unterschrieben haben, veranstaltet Anfang November dezentrale Mahnwachen und andere Aktionen in ganz Deutschland. So hat das Bremer Friedensforum eine Mahnwache vor dem Bremer Dom durchgeführt, zu der sich eine ganze Reihe Bremer Bürgerinnen und Bürger eingefunden hatten. Während die einen mit Transparenten auf den Domstufen standen, verteilten andere die letzte Ausgabe der Bewegung „Abrüsten statt aufrüsten“ oder sammelten weitere Unterschriften. Viele Passanten unterschrieben den Aufruf, sodass mehrere gefüllte Listen zusammenkamen.

Hartmut Drewes vom Sprecherkreis Bremer Friedensforum stellte eine Auswertung der bisherigen Unterschriftensammlung in Bremen vor. Es kamen in der Stadt bereits etwa 2500 Unterschriften zusammen, dazu etwa 500 aus der näheren und weiteren Umgebung. Auffällig sei nach seinen Worten, dass sehr viele Menschen aus dem Bildungsbereich von der Kita bis zur Universität unterschrieben hätten, aber auch viele, die im sozialen Bereichen tätig seien, in Gesundheit und Pflege, auch in der Kirche.

Besonders ältere und alte Menschen, die besonders die gespannte Weltlage mit Sorge wahrnehmen, hatten sich zu dieser Mahnwache eingefunden. Sie haben zum Teil als Jugendliche und Kinder noch den Zweiten Weltkrieg selbst erlebt. Eine Frau brachte ihren Enkel mit und ließ ihn eine Friedensfahne in die Hand nehmen, eine symbolische Geste: Es ist nötig dass die Älteren das Friedensengagement an die nächsten Generationen weiterreichen.

Zu der Mahnwache gesellten sich auch Personen der kürzlich in Bremen begründeten Gruppe „aufstehen“. Im Anschluss an die Aktion, die Barbara Heller vom Sprecherkreis Bremer Friedensforum moderiert hatte, sammelten sich Kurdinnen und Kurden, zu ihrer Mahnwache am Kobane-Tag. Sie protestierten gegen die fortgesetzten Verbrechen des türkischen Militärs und der Dschihadistenbanden, die seit Monaten den kurdischen Ort Afrin in Nordsyrien besetzt halten. Barbara Heller, solidarisch mit derem Anliegen, trug mit ihrem Megafon die Forderungen des Bremer „Solikomitee Kurdistan“ vor.




Text und Fotos: Hartmut Drewes

Erstellt am: 02.11.2018
Bilder:
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