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Artikel Weser Kurier, 6. August 1988

Vor 30 Jahren: Bremer als Augenzeuge bei Raketensprengung in Saryosek/Kasachstan dabei

Bremen. Vor dreißig Jahren, am 1. August 1988, nahm Ekkehard Lentz, Sprecher des Bremer Friedensforums, als Augenzeuge und Beobachter aus der Friedensbewegung an der Verschrottung der ersten vier sowjetischen Raketen kürzerer Reichweite (500 bis 1000 Kilometer) teil. Pünktlich um 10 Uhr MESZ löste Oberstleutnant Igor Tschaikowski auf der Basis der sowjetischen Streitkräfte bei Saryosek/Kasachstan, etwa 120 Kilometer nördlich von Almaty (ehemals Alma-Ata), die Sprengung aus. Die noch wenige Monate zuvor auf dem Territorium der ehemaligen DDR stationierten Raketenkörper der OTR 22 (SS 12) wurden mit ihrem festen Treibstoff in die Luft gejagt. Übrig blieben nur Staub und Splitter.

Die Vernichtung der ersten sowjetischen Mittelstreckenraketen leitete die praktische Realisierung des sowjetisch-amerikanischen Vertrages über die Beseitigung der Raketen mittlerer und kürzerer Reichweite beider Länder (INF-Vertrag) ein. Die Explosion erfolgte zwei Monate nach dem Austausch der Ratifizierungsurkunden zu diesem Abkommen durch KPdSU-Generalsekretär Michail Gorbatschow und US-Präsident Ronald Reagan.

Die Abschaffung und Vernichtung aller Atomwaffen bleibt auch 30 Jahre danach erste Forderung auf der Agenda der Friedensbewegung.

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Erstellt am: 29.07.2018
12:11:19
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