den 17. Juni 2009 Erklärung Bremer Pastorinnen und Pastoren Protest gegen Auftritt der Bundeswehr am Abend der Begegnung Mit Erschrecken haben wir den Werbeauftritt der Bundeswehr auf dem 32. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Bremen wahrgenommen. Am Abend der Begegnung präsentierte sich die Bundeswehr auf zentralem Platz vor dem Dom mit einer großflächigen Veranstaltung, auf der auch Werbung für das Militär gemacht wurde. Bewaffnete Feldjäger waren ebenfalls anwesend. Wir sehen in dieser unverhältnismäßigen Inanspruchnahme des Kirchentages eine Grenzüberschreitung. Zum ersten Mal wurde auf einem Evangelischen Kirchentag für eine Bundeswehr-Karriere geworben, deren integraler Bestandteil die Ausbildung zum Töten ist. So etwas hat auf einem Evangelischen Kirchentag nichts zu suchen. Offenbar sind neben Berufsmessen und Schulen nun auch christliche Kirchen direkt als Werbeträger ins Blickfeld der Bundeswehr geraten, um deren personelle Regeneration und Zukunftsfähigkeit sicherzustellen. Wir sehen darin einen Missbrauch des Evangelischen Kirchentages und fordern die zuständigen Gremien des Kirchentages auf, sich von diesem Verhalten der Bundeswehr zu distanzieren, und dafür Sorge zu tragen, dass es sich nicht wiederholt. Ein Evangelischer Kirchentag, der eine derartige Werbung unter seiner Verantwortung zulässt, stellt sich in Widerspruch zur biblischen Botschaft.
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