Aktuelles

Christliches Votum gegen Erhöhung der Rüstung

Offener Brief an Ministerin Dr. Ursula von der Leyen

Frau Ministerin
Dr. Ursula von der Leyen
Bundesministerium der Verteidigung / Dienstsitz Berlin
Postfach, 11055 Berlin
Berlin, 25. August 2017



Sehr geehrte Frau Ministerin von der Leyen,

in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) haben Sie kürzlich noch einmal bekräftigt, dass Sie dem Deutschen Bundestag „einen 130-Milliarden-Euro-Plan für die Zeit bis 2030 vorgelegt“ haben, „der das Minimum von dem ist, was wir brauchen“. Nach Ihrer Meinung müsse Deutschland seine Rüstungsanstrengungen drastisch erhöhen.

Wir sind Christen und möchten Sie als Christin, als Frau und als Mutter fragen, wie Sie solche Forderung verantworten können in einer Zeit, da nahezu eine Milliarde Menschen an Hunger und Unterernährung leiden, große Armuts-Fluchtbewegungen das internationale Zusammenleben belasten und der Schutz der bedrohten Umwelt viel größere Anstrengungen erfordert als bisher.
Keinem dieser großen Weltprobleme ist durch noch mehr Rüstung und durch noch größere Armeen beizukommen. Im Gegenteil ist in vielen Teilen der Welt sichtbar, wie gerade dadurch bestehende Konflikte verschärft und verlängert werden.

Zudem werden die durch Militärausgaben gebundenen Mittel dem Einsatz gegen Hunger und Elend entzogen. Es ist beschämend, dass auch in der gegenwärtigen Hungersnot in afrikanischen Ländern und im Jemen, die von den Vereinten Nationen als größte humanitäre Katastrophe nach dem Zweiten Weltkrieg bezeichnet worden sind, von der internationalen Gemeinschaft wieder nicht die von den Vereinten Nationen erbetenen Mittel aufgebracht werden, um den Hungertod von Millionen Menschen abzuwenden.

Als Christen glauben wir nicht, dass wir Frieden und Sicherheit durch Anschaffung und Bereitstellung von noch mehr Gewaltpotentialen erlangen.

Auch Papst Franziskus beklagte in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag am 1. Januar 2017, dass „große Mengen an Ressourcen … für militärische Zwecke bestimmt und den täglichen Bedürfnissen der Jugendlichen, der Familien in Not, der alten Menschen, der Kranken, der großen Mehrheit der Erdenbewohner entzogen“ werden. (Quelle:Libreria Editrice Vaticana)

Wir stimmen Ihrem Kabinettskollegen Minister Gerd Müller zu, der im Hinblick auf Afrika erklärte: „Weniger Waffen, nicht mehr müssen aber das Ziel sein.“ (Quelle: http://www.bmz.de/20140321-1)
Das ist für Deutschland genauso wahr.

Darum treten wir dafür ein, größere Aufmerksamkeit und konsequentere Anstrengungen auf das Ziel eines gerechten Friedens zu lenken.

Die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030, die 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurden, sind ein gutes Konzept für globale Sicherheit.

Wir sind der Meinung, dass die theoretische und praktische Erprobung eines zivilen Friedensdienstes in unserem Land zukunftstauglicher ist als weitere militärische Aufrüstung, wenn es um langfristige Friedenssicherung geht.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Klaus Galley
Idastr. 23
13156 Berlin
Almuth Berger
Alt Schmöckwitz 10
12527 Berlin
Siegfried Menthel
Uhlandallee 38
15732 Eichwalde


Diesen Brief haben unterschrieben:

Dr. Horst König, Berlin
Hans Zinnow, Berlin
Dankmar Pahlings, Dessau
Geertruida Baas, Berlin
Klaus-Peter Otto, Berlin
Dr. Eberhard Müller, Zell a.H.
Christian Keller, Villingen
Martina Jambor, Berlin
Johannes Maier, Waldkirch
Dr. Barbara Bütow, Berlin
Ernst-Gottfried Buntrock, Berlin
Rosemarie Wieprecht, Hamburg
Werner Wieprecht, Hamburg
Monika Grieshaber, Waldkirch
Ruth Priese, Berlin
Christel Lottermann, Lapertheim-Hofheim
Ekke und Hanna Fetköter, Uelvesbüll
Gerhard Jung, Ettenheim
Aline Jung, Ettenheim
Sybille Klockgether, Hamburg
Margit Blumenschein, Lampertheim-Hofheim
Martina Schmidt, Calau
Jutta Groß-Ricker, Hamburg
Lutz Kraft, Hamburg
Wolfgang und Ingrid Widmaier, Ammersbek
Irmgard Busemann, Hamburg
Martin Wieprecht, Hamburg
Hans und Evelyn Henschel, Wildau
Wolfgang Lange, Alt Zeschdorf
Carola Rüger, Schulzendorf
Anja Schubert, Schulzendorf Günter Buchenau, Petersberg Karin und Wilhelm Bischoff, Magdeburg
Christa Kramer, Magdeburg Maria Mieth, Magdeburg Sigrid Schultze, Magdeburg Cordula und Friedrich Heilmann, Rostock Hoa Schneeweiß, Berlin Prof. Dr. Burkhard Schneeweiß, Berlin
Sigrid Schneeweiß, Berlin-Karow
Prof. Dr. Ulrich Schneeweiß, Berlin
Arthur Schneeweiß, Berlin
Grit Bethmann, Berlin
Carla Blutke, Potsdam
Karen Schneeweiß-Voigt, Netzen
Ina Noack, Berlin
Dominic Noack, Berlin
Kerstin Schneeweiß, Golm
Wilfried Rahner, Berlin
Christa Rahner, Berlin
Helga Boeck, Berlin
Rosemarie Goosmann, Cottbus
Barbara Hasse, Bernau
Gottfried Kunzendorf, Potsdam
Ingeborg Schmidt, Potsdam
Dr. Eva-Maria Fabricius, Berlin
Dr. Klaus Motsch, Potsdam
Dr. Ursula Motsch, Potsdam
Wolfgang Matzke, Stuttgart
Marlis Matzke, Stuttgart
Prof. Dr. Kurt Gdanietz
Dr. Elisabeth Landau, Berlin
Dr. Bernd Graubner, Göttingen
Antje Graubner, Göttingen
Bernd und Manuela Albani, Berlin
Reinhard Assmann, Berlin
Stephan Baier, Brück
Siegrun und Gerhard Bergmann, Berlin
Harald und Gabriele Brettschneider, Dresden
Hartmut Dietrich, Rostock
Uwe Dittmer, Potsdam
Antje Galley, Berlin
Markus Gnauck, Berlin
Friederike und Hans-Martin Goeritz, Glasewitz
Jürgen Günther, Berlin
Reinhard Kähler, Berlin
Ilona Koernicke, Berlin
Heinz Küchler, Herrnhut
Hans und Barbara Kühn, Eckstedt
Jens Langer, Rostock
Helga und Dr.Fred Mahlburg, Rostock
Ernst Otto Menn, Berlin
Dagmar Milleck, Berlin
Gerhard Naumann, Berlin
Gottfried Nietzsche, Rodewisch
Volker Oehme, Großröhrsdorf
Cyrill Pech, Berlin
Ruth und Winfried Scholz, Berlin
Friederike Schulze, Berlin
Hanna Siebecke, Berlin
Kristin Thöring, Dresden
Susanne und Gerd Vogt, Rostock
Margot und Werner Weiland, Berlin
Ulrich und Ursula Hollop, Berlin Marie – Luise und Prof. Dr. Martin Stöhr, Bad Vilbel Friedrich Schorlemmer, Wittenberg Dr. Klaus Wazlawik, Berlin Horst Berger, Berlin Hildegard und Peter Müller – Rockstroh, Stuttgart Kristina Kräusel, Berlin
Marion und Dr. Gerhard Liedke, Heidelberg Eva und Wolfgang Stadthaus
Elfriede Teresa Begrich, Berlin
Katharina Schridde, Berlin
Prof.. Dr.Ulrich Duchrow, Heidelberg
Claus-Dieter Schulze, Joachimsthal
Gerlinde Berger
Gudrun und Gerhard Rein, Berlin
Renate Elmenreich, Joachimsthal
Christina und Eberhard Vater, Mühlhausen
Stephan Bickhard, Markleeberg
Dr. Heino Falcke, Erfurt
Werner Gebert, Ofterdingen
Ruth und Prof. Dr. Theodor Ebert, Berlin
Klaus Roeber, Berlin
Ludwig Hoffmann, Wernigerode
Ursula und Peter Trommer
Wolfgang Triebler
Johannes Kölbel, Meyenburg
Heidi und Jörg Winter, Karlsruhe
Frank Taube, Berlin
Ingrid Friese
Gabriele und Wolfgang Opitz
Werner Widrat, Berlin
Ruth und Peter Heyroth, Berlin
Regina und Wolfgang Galler, Berlin
Ulrich Sonn, Berlin
Stefanie Krause
Dr. Henning Schröder, Berlin
Ruth Misselwitz, Berlin
Michael Petzold, Berlin
Hans-Jürgen Mack, Karlsruhe
Peter Freybe, Berlin
Jutta und Dr. Hans-Jürgen Fischbeck, Berlin
Siegbert Keiling, München
Reinhard Keiling, Torgau
Rotraut und Gerhard Thomas, Berlin
Petra und Eckhard Fichtmüller, Fürstenwalde
Christa und Detmar Meyer, Zeuthen
Dr. Gottfried Schleinitz
Dr. Inge und Prof.Dr. Eike Gringmuth, Berlin
Doris Eck, Ettlingen
Erika Schneider, Ettlingen
Gerhard Heck
Ricarda Galler, Berlin
Sigrid Gratzias-Tenzer, Zeuthen
Rita Kantemir, Berlin
Hanns Thomä, Berlin
Annette und Stephan Flade, Wittenberge
Michael Stawitzki, Zeuthen
Waltraut und Gerhard Zachhuber, Magdeburg
Joachim Garstecki, Magdeburg
Christine und Dr. Christoph Demke, Berlin
Ruth Passauer, Berlin
Prof. Wulfhild Sydow, Berlin
Ursula Meckel
Dietmar Knuth, Berlin
Marlen Mahlow, Berlin
Dr. Claudia König, Lohmen
Christoph Schmidt, Lohmen
Elisabeth Raiser, Berlin
Sabine Brandt, Zeuthen
Reinhardt Groscurth, Bremen
Dr. Susanne und Friedrich Stachat, Fürstenwalde
Jürgen Quandt, Berlin
Prof. Dr. Wolfgang Gladrow, Eichwalde
Karin und Karl-Christoph Epting, Karlsbad
Heide Stürzebecher, Wismar
Johannes Graubner, Jena
Margarete Steinhäuser, Berlin
Martin Gossens, Bremen
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