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Die Stadtmusikanten überzeugen Bremen, statt Rüstung friedensfördernde Produkte herzustellen



Die bundesweite Initiative „Friedensritt“ hatte zum Abschluss ihrer diesjährigen Aktion, für die sie Bremen gewählt hatte, ihren vierten Auftritt in der Hansestadt. Ihr Besuch auf dem Marktplatz war zweifellos ihr Höhepunkt. Sie führten nicht nur ihre mit Friedensparolen behängten und Symbolen bemalten Tiere in die Bremer City, sondern brachten auch ein Programm mit. Vor der Kulisse von Rathaus und Dom und vielen Menschen, die sich eingefunden hatten, stellten die Friedensreiterinnen und –reiter Grimms Märchen von den Bremer Stadtmusikanten dar, allerdings in einer erweiterten Fassung. Die Stadtmusikanten belassen es nicht dabei, irgendwo vor Bremen die Räuber zu verjagen. Sie ziehen am nächsten Morgen weiter zur Rüstungshochburg Bremen und befinden angesichts der Rüstungsproduktion: „Etwas Besseres als die Arbeit für den Tod finden wir überall.“ Mit dieser Einsicht überzeugen sie schnell nicht nur die Bremerinnen und Bremer, sondern auch die Produzenten, dass es besser ist, statt Kriegsgerät etwas für den Frieden herzustellen. Eine „Märchenoma“ las das Märchen vor und Kinder der Initiative spielten Hahn, Hund und Katze. Eins der Reittiere, versehen mit großen grauen Ohren und mit grauumwickeltem Schwanz, fungierte als Esel. Die Menschen auf dem Marktplatz lauschten fast andächtig dieser Geschichte.
Der Chor „Die Verdilkanten“ sang während der einstündigen Mahnwache zahlreiche Lieder. Barbara Heller vom Bremer Friedensforum moderierte die Veranstaltung. Eine Vertreterin des Friedensritts begrüßte die Gekommenen, dankte für die Gastfreundschaft und rief dazu auf, die Erklärung der Initiative „Aufschrei“ gegen Rüstungsexport zu unterstützen und zu unterzeichnen.
So manches Kind näherte sich am Ende den Pferden, um sie zu streicheln, was auch möglich gemacht wurde.
Von Bremen aus ging es weiter nach Worpswede. Dort wird Heinrich Hannover seine Erzählung vom Pferd Huppdiwupp vortragen.

Text und Fotos: Hartmut Drewes; das Foto aus der Vogelperspektive ist von Marlies Hundt
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Bilder:
21:13:59
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