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„Keine Killerdrohnen, auch nicht unter Wasser!“

Protest gegen die weltweit größte Waffenmesse für den Unterwasserkrieg in Bremen
Mehr als 80 Unternehmen, darunter Bremer Rüstungsfirmen wie Friedrich Lürssen und Atlas Electronic Defence, bieten in Bremen ihre mörderische Technik an. Eröffnet wurde die Messe vom Inspekteur der Deutschen Marine, Vizeadmiral Andreas Krause.

Dagegen protestierten das Bremer Friedensforum und andere Antikriegsorganisationen mit einer Kundgebung unweit der Messehallen. Etwa 80 Bürgerinnen und Bürger aus den verschiedensten Stadtteilen hatten sich trotz der Gewitterschwüle eingefunden, um ihrem Unmut über diese Messe Ausdruck zu verleihen. Eingeleitet wurde die Kundgebung von dem Musikensemble „Rotes Krokodil“, das mit mehreren Beiträgen gleich viel Schwung brachte. Prof. Dr. Hans-Jörg Kreowski, von der Universität Bremen, Mitglied des „Forums InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung“ und des Bremer „Cyberpeace-Teams“, der die ganze Kundgebung moderierte, stellte die Messe für „Undersea Defence Technology (UDT) und die Gefahren, die von dieser dort angebotenen Technik ausgehen, vor.

Außerdem sprachen die Bremer Rüstungsexpertin Andrea Kolling zur Werbung der Rüstungsexporte in Bremen, Michael Ahlmann, ehemaliger Betriebsrat, von der Notwendigkeit der Rüstungskonversion, Norbert Schepers von der Rosa Luxemburg-Stiftung über die Gefahren unbemannter Technologie im Krieg, Birgit Ahlmann, ehemalige Betriebsrätin, über Arbeitsplätze, die von Rüstung und Militär abhängig sind, und Günter Matthiessen über autonome Unterwasserfahrzeuge, die sinnvoll für Umwelt-Technologie und –Forschung eingesetzt werden können.

Zum Schluss sprach Eva Böller, Sprecherin des Bremer Friedensforums. Sie endete mit den Forderungen:
Abbau statt Steigerung der Militärausgaben
Ächtung von UDT-Waffen wie sie auch bei biologischen und chemischen erreicht wurde
Einhaltung der Zivilklausel an den Bremer Hochschulen und der Universität Bremen
Wir brauchen nicht mehr Geld für Rüstung und Militär, sondern für Arbeitsplätze im Bereich neue Energien, Klimaschutz, Umwelt, Soziales, Gesundheit, Bildung und gegen den Hunger von Millionen in der Welt.

Das Ensemble „Rotes Krokodil“, das zwischen den Wortbeiträgen immer wieder aufgetreten war, stimmte zum Schluss „We shall overcome“ mit der Aufforderung an, mit einzustimmen.
Der Protest fand in den Medien ein großes Echo.



Bilder:
udt-messe-bremen Prof. Dr. Hans-Jörg Kreowski
udt-messe-bremen Andrea Kolling
udt-messe-bremen Michael Ahlmann
udt-messe-bremen Norbert Schepers
udt-messe-bremen Birgit Ahlmann
udt-messe-bremen Günter Matthiessen
udt-messe-bremen Eva Böller
12:49:26
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