Atomgefahr

IPPNW-Empfehlung bei Atomreaktorunfällen zum Schutz der Schilddrüse mit speziellen Jod-Tabletten (Jodblockade)

Durch einen Unfall in einem Atomkraftwerk können große Mengen radioaktiver Partikel freigesetzt und mit der Luft verbreitet werden. Für Bewohner der betroffenen Gebiete besteht dann die akute Gefahr, diese mit Luft, Wasser oder Nahrung aufzunehmen. Bei Aufnahme von radioaktivem Jod drohen anhaltende Strahlenschäden, auch wenn es nach einigen Wochen zerfallen oder ausgeschieden ist. Unsere Organe „vergessen“ keine Strahlenbelastung. Noch nach Jahren bis Jahrzehnten kann Schilddrüsenkrebs ausgelöst werden. Studien aus der ehemaligen Sowjetunion zeigen zudem vermehrte Funktionsstörungen und Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse als Folge des radioaktiven Niederschlags von Tschernobyl. Gegen die meisten radioaktiven Partikel gibt es keine wirksamen Schutzmaßnahmen. Die Belastung der Schilddrüse mit radioaktivem Jod kann jedoch durch die rechtzeitige Einnahme von hochdosiertem Kaliumjodid (=„Jodblockade“) weitgehend verhindert werden.

Mehr lesen...
18:33:32
Hier können Sie sich in unseren Newsletter eintragen



Aktuellen Newsletter downloaden
FACEBOOK-SEITE
Follow us on Twitter