Appelle

Aufruf: Hochschul-Zivilklausel absichern und Friedenskonzept entwickeln!

Wir, die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner, sind Bremer Bürger, Wissenschaftler und Studierende, die sich für die friedliche Entwicklung auf unserem Planeten engagieren und zum Protest aufrufen gegen die Pläne der Leitung der Hochschule Bremen, Buchstaben und Geist der im Hochschulgesetz verankerten Zivilklausel auszuhebeln.

Die Zivilklausel ist im Rahmen von Forschung, Lehre und Studium aufrecht zu erhalten und thematisch weiterzuentwickeln für eine aktive, friedliche und gewaltfreie Zukunftsgestaltung, gegen Gewaltandrohung, militärische Zerstörungen und Interventionskriege.
Daher fordern wir, die Hochschul-Zivilklausel in einer zweiten Ausbaustufe abzusichern und zu ergänzen durch

Friedenspolitische Forschungs-, Lehr- und Studienkonzepte*

die bis Mitte 2017 zu entwerfen, anschließend hochschulöffentlich zu diskutieren, der bremischen Öffentlichkeit vorzulegen und im Jahre 2018 durch die Bürgerschaft zu verabschieden und aus dem Hochschulhaushalt zu finanzieren sind.

Auf der Grundlage der Zivilklausel, ergänzt um die friedenspolitischen Forschungs-, Lehr- und Studienkonzepte, verbieten sich Verträge der Hochschulen über Rüstungsforschung und Ausbildungsgänge für Militärberufe oder rüstungsnahe Zivilberufe.

* Kernpunkte bei der Entwicklung der Konzepte sind beispielsweise
  • in der Forschung: die Analyse der Ursachen und der Gefahren von Kriegen; die Untersuchung von Fragestellungen der gewaltfreien Konfliktlösung; das Erforschen von Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen und Lebensbedingungen sowie der Bildung in ehemaligen Kolonialländern; das Entwickeln von Schritten der Rüstungskonversion und Entmilitarisierung; usw.;

  • in der Lehre: die inhaltliche Einbeziehung von fachlich relevanten Kernpunkt-Themen der friedenspolitischen Forschungskonzepte; das Erarbeiten der politischen und regulativen Voraussetzungen von Friedensregimen und ihrer Folgen für den gesellschaftlichen Fortschritt; usw.;

  • im Studium: der Ausbau friedenspädagogischer Studiengänge bzw. Studiengangsanteile; das Erlernen und Erproben sozialer Kompetenzen der Konfliktanalyse und der Konfliktschlichtung bzw. –vermeidung; die Vergabe und Auszeichnung von friedensrelevanten Seminar-, Abschluss- und Promotionsarbeiten; usw.


Weitere Unterschriften bitte an die Mailadresse senden: hartmut_drewes@web.de

Ganzer Aufruf zum Download mit Unterzeichnerliste

Zur Petition des AstA der Hochschule Bremen
07:09:54
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