Veranstaltung

Datum: 17. März 2014
Ort: DGB-Haus, Bahnhofsplatz 22-28, Bremen
Zeit:20:00 Uhr

Die Lüge wird zur Weltordnung gemacht (Kafka)

Rolf Becker sprach im vollbesetzten Saal des DGB-Hauses zum NATO-Krieg 1999

Rolf Becker, nicht nur Schauspieler, bekannt von Bühne, TV und Film, sondern auch Friedensaktivist hielt auf Einladung des DGB, des Bremer Friedensforums, der DFG-VK, der Masch und der Nordbremer Bürger gegen den Krieg im vollbesetzten Saal des DGB-Hauses einen ausführlichen Vortrag zum völkerrechtswidrigen NATO-Angriffskrieg gegen Jugoslawien vor 15 Jahren. Etwa 150 Menschen hatten sich eingefunden, die z.T. sich auch die Ausstellung „Die Brücke von Varvarin“ im gleichen Hause ansahen, wo der NATO-Angriff auf eine serbische Kleinstadt dokumentiert wird.

Es soll hier der Vortrag nicht in Kürze wiedergegeben werden. Das Friedensforum hofft, ihn in Gänze zu veröffentlichen. Nur einige Dinge aus dem Vortrag sollen erwähnt werden.

Im Mai 1992 sagte der damalige deutsche Außenminister Hans Dietrich Genscher: „Wir müssen Serbien in die Knie zwingen.“ Das sagte der Außenminister des Landes, das Serbien schon im ersten wie im zweiten Weltkrieg angegriffen hatte. Im ersten kam ein Viertel der serbischen Bevölkerung um. 1995 warnte Jürgen Trittin, damals Sprecher des Bundesvorstandes Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen in Salzgitter vor einem möglichen Krieg gegen Jugoslawien. Vier Jahre später unterstützte er als Bundesminister den NATO-Krieg.

Deutschland hat schon früh die UCK im Kosovo unterstützt, die ab 1996 mit Mordanschlägen in Erscheinung trat; später wurde sie besonders von den USA gefördert.

Während des Krieges wurden am wenigsten Militärstützpunkte zerstört, sondern knapp 400 Schulen und Hochschulen, das damals größte Autowerk des Balkans Zastava, ein Chemiewerk, Brücken, Rundfunkstationen, auch Krankenhäuser. Die größte Gedenkstätte für die Naziopfer wurde stark beschädigt.

Es gab 4000 Tote (fast nur Zivilisten) und 10.000 Verletzte. Dazu gab es bisher 20.000 Tote, die an Krebs verstorben sind, da sie mit dem radioaktiven Staub der durch Uran abgereicherten Munition in Berührung kamen, die von der NATO eingesetzt wurde. Eine weitere Folge des Krieges ist, dass heute 50 Prozent der Jugendlichen arbeitslos sind.

Am Ende wies Becker, auch im Zusammenhang mit den Vorgängen in der Ukraine, auf den Drang des Westens hin, neue Märkte zu erschließen, und sagte: „Erschließung neuer Märkte bedeutet Krieg“.

Flyer der Veranstaltung
Bilder:
Rolf Becker Rolf Becker
21:36:10
Hier können Sie sich in unseren Newsletter eintragen



Aktuellen Newsletter downloaden
FACEBOOK-SEITE
Follow us on Twitter