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20. Februar 2012

Ernst Busche feiert heute seinen 80. Geburtstag

BREMEN. "Garlstedter Heide – keine Panzerweide" – das stammt von ihm. Ernst Busche, Mitbegründer des Bremer Friedensforums, wird heute 80 Jahre alt und hat das Demonstrieren und die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

Herzlichen Glückwunsch!

Seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus zahlreichen außerparlamentarischen Bürgerbewegungen gratulieren sehr herzlich. Ernst Busche, der vor allem durch sein jahrzehntelanges Friedensengagement bekannt wurde, bezeichnet sich selbst als "Bürgeraktionär".

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Viel Pro-Militärisches in drei Tagen

Anfang Februar 2012 brachte in nur drei Tagen der WESER-KURIER folgende pro-militärischen Nachrichten: Der Bürgermeister der Stadt Bremen betonte aufs Neue, dass die Bundeswehr in die Mitte der Gesellschaft gehört. Der Präsident der Bremischen Bürgerschaft verlangte sogar, dass sich die Gesellschaft der Bundeswehr zuwenden muss. Leider haben das beide im Blick auf die Obdachlosen und Hartz-IV-Bürger bisher nicht gesagt. Einen Tag später wird der 250-Millionen-Auftrag für den Rüstungskonzern OHB im Rahmen des europäischen Raumfahrtsprojekts Galileo, das auch militärischen Zwecken dient, gefeiert. Am gleichen Tag wird deutlich, dass sich Deutschland am NATO-Raketenabwehrschild nicht nur beteiligt, sondern das Kommando desselben wird auf dem NATO-Stützpunkt Ramstein sein, mitten auf deutschem Boden. Aber das reicht dem deutschen Verteidigungsminister noch nicht aus. Auf der Sicherheitskonferenz in München führte er aus, Europa bliebe „weit hinter seinen Möglichkeiten zurück“. Europas Streitkräfte müssten „mehr können“ und „mehr gemeinsam können“. Wogegen hat er nicht verraten.

Eine Delegation des Bremer Friedensforums „begrüßte“ bei eisiger Kälte vor dem Rathaus die Gäste des Neujahrsempfangs der Bundeswehr.




Trauer um Manfred Osthaus

Lotta continua per la pace

Lange Jahre hat Manfred Osthaus die Bremische Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung weitsichtig, ideenreich mit hartnäckigem Geschick und tiefsinnigen Impulsen geleitet. Er war ein kluger Ermutiger und Förderer. Manfred Osthaus hat die Arbeit für Frieden, Rüstungskonversion und gegen Kriege bis heute geprägt und eng mit dem Bremer Friedensforum zusammengearbeitet.
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Todesstaub

International werden zunehmend Stimmen laut, die neue militärische Einsätze fordern, besonders gegen Syrien und den Iran. In diesem Zusammenhang erinnern wir, wie in den letzten 13 Jahren Kriege, besonders von den USA geführt worden sind. Die USA haben u.a. gegen Jugoslawien wie auch gegen den Irak uranangereicherte Geschosse eingesetzt, die hochtoxisch und radioaktiv sind. Die Auswirkungen dieser Munition beschreibt der Film „Todesstaub“ (Deadly Dust) von Frieder Wagner aus Köln. Dieser Film kann hier angesehen werden (in deutscher Sprache):





Zivilklausel bleibt!

Mit Transparenten und einer Rhythmusgruppe versammelten sich am 25. Januar 2012 zahlreiche Studentinnen und Studenten sowie eine größere Gruppe vom Bremer Friedensforum in der Glashalle der Universität Bremen.

Einige StudentInnen hatten sich das Outfit der Elite gegeben, um mit Schildern auf die aufmerksam zu machen, die wie der Bremer Rüstungskonzern OHB mit Stiftungsprofessuren auf die Uni Einfluss zu nehmen versuchen. Alle Protestler zogen dann mit viel Lärm zum Sitzungssaal des Akademischen Rates, um dort für die Forderung aufzutreten, dass die Zivilklausel von 1986 ohne Abschwächung bleibt und so die Unabhängigkeit von Lehre und Forschung erhalten werden kann.

Nach einer Diskussion im Senat fiel mit 18 zu 4 die Entscheidung für die Zivilklausel.

Damit die Zivilklausel auch konkret zum Zuge kommt, muss weiter gekämpft werden. Zunächst geht es darum, die Stiftungsprofessur des Rüstungskonzerns OHB System zu verhindern. Mehr dazu in der Pressemitteilung des AStA.

zur Pressemitteilung

Eindrücke in Bildern





Neu: gründliche Informationen über Rüstungsindustrie und Rüstungsforschung in Bremen

Ursprünglich sollte es “nur” eine Broschüre werden, aber nun hat sich der Sammelband zum Thema Rüstungsstandort Bremen zu einem richtigen 176-Seiten-Reader gemausert. Das Buch kommt gerade rechtzeitig, um für die zur Zeit heftig geführte Diskussion um die Zivilklausel und die überaus problematische Einflussnahme von Bremer Rüstungsunternehmen (u.a. OHB und Rheinmetall Defence) auf Lehre und Forschung an der Bremer Universität und der Hochschule Bremen Informationen und Argumente zu liefern. Die erste Auflage von “Rüstungsstandort an der Weser – Produktion, Forschung und Perspektiven” ist gestern von der Druckerei ausgeliefert worden. Die HerausgeberInnen sind: Bremer Friedensforum, Bremische Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung, Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, Deutsche Friedensgesellschaft (DFG-VK), Abrüstungsinitiative Bremer Kirchengemeinden, AStA der Universität Bremen. Beiträge haben geschrieben Rudolph Bauer, Sören Böhrnsen, Hartmut Drewes, Volker Eick, Rolf Gössner, Lühr Henken, Heike Hey, Christoph Höhl, Andrea Kolling, Ekkehard Lentz, Sofia Leonidakis, Torsten Schlusche, Dietrich Schulze, Ralf Streibl, Wieland von Hodenberg, dazu ein Interview mit Klaus Boehnke.

Am 6. Dezember 2011 findet anlässlich des Erscheinens des Buches eine Pressekonferenz statt. Die Macherinnen und Macher dieses Readers sind zu bewundern, dass es ihnen in so kurzer Zeit gelungen ist, so viele AutorInnen und Organisationen für ein Projekt an einen Tisch zu bringen, das die Diskussion nicht nur in Bremen nachhaltig anregen und beeinflussen wird. Und: in so kurzer Zeit die Texte zu schreiben, zu diskutieren, zu redigieren und für die Fotos, Karrikaturen, das Layout und die Finanzierung zu sorgen.
(sh)

Inhaltsverzeichnis


Das Buch kostet 6,00 € und ist unter anderem zu beziehen bei:

Eva Böller/Ernst Busche, Telefon (0421) 35 58 16
Hartmut Drewes, Telefon: (0421) 64 41 470

per E-Mail: info@bremerfriedensforum.de

oder in der

Villa Ichon
Goetheplatz 4
28203 Bremen

sowie beim ASTA der Universität Bremen und in den Büros der LINKEN.




Presseecho auf die Broschüre "Rüstungsstandort an der Weser":


German-Foreign-Policy.com, 17.01.2012

German-Foreign-Policy.com, 17.01.2012

Junge Welt, 16.01.2012

myheimat, 06.01.2012
Vereinsblatt / Zevener Zeitung, 11.01.2012

Neue Rheinische Zeitung vom 12.01.2012

Linke Zeitung vom 11.01.2012
Artikel im Weser Kurier vom 07.12.2011
Artikel im Bremer Anzeiger vom 07.12.2011

taz vom 06.12.2011




Kunstaktionen für den Frieden - 20 Jahre Pusdorfer Friedensgruppe

Die Pusdorfer Friedensgruppe besteht seit nunmehr 20 Jahren.
Immer wieder ist es ihr gelungen, mit Mahnwachen und vor allem mit phantasievollen Kunstaktionen an die Öffentlichkeit zu gehen. Der Künstler Joachim "Bommel" Fischer hat zu diesem Jubiläum im Schaufenster des Schauraums (Auf dem Bohnenkamp / Ecke Stuhrer Straße) eine Ausstellung zusammengestellt, die einen Überblick über die Aktivitäten der Friedensinitiative gibt.
Die Gruppe begann seinerzeit nach dem Beginn des Krieges am Persischen Golf mit einer Plakatwand an der Woltmershauser Straße. Danach folgten Aktionen gegen Rüstungsproduktion in Bremen, Exporte von Kriegsprodukten über die Bremischen Häfen, gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit.
Wie im Stadtteilkurier von heute (23.01.12) berichtet wird, hat die Seumestraße auf Initiative der Pusdorfer Friedensgruppe einen Zusatz bekommen, der auf die Desertion des Schriftstellers Gottfried Seume in Bremen hinweist. Auch die Benennung eines Fußweges in Woltmershausen nach dem einst im Stadtteil beheimateten jüdischen Kaufmann Moses Freudenberg konnte initiiert und durchgesetzt werden. Die Initiative arbeitet eng mit dem Bremer Friedensforum zusammen. Die Notwendigkeit weiterzumachen besteht leider nach wie vor. Die letzten Kriege im Irak, in Afghanistan, Libyen, die Drohungen gegen Syrien und den Iran sprechen eine deutliche Sprache.(sh)

Aktuelle Pressemitteilungen



Pressemitteilung vom 17. Februar 2012

Ernst Busche feiert 80. Geburtstag

BREMEN. Am Montag, 20. Februar, feiert der Mitbegründer des Bremer Friedensforums, Dr. Ernst Busche, seinen 80. Geburtstag. Seine Mitstreiter aus zahlreichen außerparlamentarischen Bürgerbewegungen gratulieren sehr herzlich. Busche, der vor allem durch sein jahrzehntelanges Friedensengagement bekannt wurde, bezeichnet sich selbst als "Bürgeraktionär".

In Chemnitz geboren, studierte er Biologie, Geografie und Geschichte. 1972 zog Busche nach Bremen und arbeitete an der Univers...

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Pressemitteilung vom 26. Januar 2012

Friedensforum begrüßt Entscheidung zur Zivilklausel und bleibt beim Nein zur OHB-Stiftungsprofessur

Bremen. Das Bremer Friedensforum begrüßt die Entscheidung im Akademischen Senat zum Erhalt der Zivilklausel, die in ihrer ursprünglichen Fassung von 1986 mit 18 von 22 Stimmen bestätigt wurde. Rund 200 Studierende sowie
eine größere Gruppe des Bremer Friedensforums bekräftigten vorher ihre Forderung zur Beibehaltung der Zivilklausel.

Das Bremer Friedensforum setzt sich auch in Zukunft dafür ein, die Zivilklausel im Alltag umzusetzen und im Bremischen Hochschulgesetz...

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Pressemitteilung vom 25. Januar 2012

AStA begrüßt Entscheidung im Akademischen Senat zum Erhalt der Zivilklausel

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Bremen ist erleichtert über die Entscheidung des Akademischen Senats zum Erhalt der Zivilklausel. Diese wurde in ihrer ursprünglichen Fassung von 1986 bei der heutigen Sitzung des Akademischen Senats mit 18 von 22 Stimmen bestätigt – es gab drei Enthaltungen. Gegen den Antrag stimmte das Mitglied des RCDS.

Etwa 200 Studierende, sowie sonstige Unterstützerinnen und Unterstützer zogen im Vorfeld lautstark und bunt ...

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Pressemitteilung vom 23. Januar 2012

EU-Embargo gegen Iran: Ein weiterer Schritt zum Krieg

BREMEN. Mit Sorge reagiert das Bremer Friedensforum auf den Beschluss der EU, Öl-Lieferungen aus dem Iran vollständig verhindern zu wollen. Damit dürfte ein weiterer Schritt zum Krieg gemacht worden sein.

Die Europäische Union hat sich ohne Not in das Kielwasser der USA begeben. Mit ihrem "beispiellosen Sanktionspaket" (so der britische Außenminister Hague) soll der internationale Ölhandel mit Iran ganz zum Erliegen gebracht werden. Damit wird dem Iran die wichtigste Lebensa...

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Pressemitteilung vom 17. Januar 2012

Bremer Friedensforum zum Besuch von Bankchef Ackermann bei Bremer Eiswette

Das Bremer Friedensforum hält es für zynisch, dass die „Eiswette von 1829“, so ihr offizieller Name, Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank, zu ihrem Stiftungsfest nicht nur eingeladen hat, sondern ihn auch die Gästerede halten lässt. Das spricht nicht für eine humanitäre Grundeinstellung dieser Einrichtung. Das Friedensforum weist darauf hin, dass diese Person inzwischen zum Symbol für die Skrupellosigkeit von Geldgeschäften geworden ist. Erst letztes Jahr hatte sich herausgestell...

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Aktuelle Veranstaltungen



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Das Bremer Friedensforum trifft sich jeden ersten Donnerstag im Monat um 18:30 Uhr in der Villa Ichon (siehe Kontakt)

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