Publikationen
Moshe Zuckermann
"Antisemit!"
Ein Vorwurf als Herrschaftsideologie
proMedia-Verlag, Wien 2010
Preis: 15,90 €
Ist Kritik an Israels Politik antisemitisch?
Der Professor für Neuere Geschichte an der Universität Tel Aviv Moshe Zuckermann, Sohn von Holocaust-Überlebenden, hinterfragt diesen Vorwurf in seinem neuen Buch ideologiekritisch und kommt dabei für Israel zu nicht gerade positiven Ergebnissen.
Für das offizielle Israel ist - so Zuckermann - der Antisemitismus-Vorwurf Teil seiner Herrschaftsideologie und seines Anspruchs auf die besetzten Gebiete. Dabei wird auch der Holocaust rücksichtslos in der Weise instrumentalisiert, dass Israel unter Berufung auf ihn sein brutales Vorgehen gegen die Palästinenser rechtfertigt. Wer diesen Anspruch und dieses Vorgehen kritisiert, ist danach ein "Antisemit". Humane oder völkerrechtliche Argumente spielen da kein Rolle. Zuckermann warnt vor einem solchen inflationären Gebrauch von Antisemitismus, weil er dazu verleitet, die Gefahren eines „wirklichen“ Antisemitismus zu übersehen. Außerdem mahnt er, zwischen Antisemitismus, Antizionismus und Kritik an Israel sauber zu unterscheiden.
Wer dieses Buch gelesen hat, wird radikale Abstriche an seinem durch deutsche Medien vermittelten Israel-Bild vornehmen müssen. Arn Strohmeyer vom Bremer Friedensforum hat eine Rezension über Moshe Zuckermanns neues Buch geschrieben.
Sophia Deegs / Hermann Dierkes (Hg.)
"Bedingungslos für Israel?"
Positionen und Aktionen jenseits deutscher Befindlichkeiten
ISP-Verlag Köln/Karlsruhe, 2010
Preis: 19,80 €
Sophia Deegs und Hermann Dierkes Nahost-Buch "Bedingungslos für Israel? Positionen und Aktionen jenseits deutscher Befindlichkeiten" zeigt das Dilemma der deutschen Linken angesichts der israelische Politik gegenüber den Palästinensern auf.
Arn StrohmeyerVolk ohne Hoffnung
Eine Reise zu den Palästinensern hinter der Mauer
Simmering-Verlag, 05/2008
ISBN 978-3-927723-71-9
Arn Strohmeyer: "Im Mai diesen Jahres hatte ich auf einer Reise nach Israel und Palästina Gelegenheit, das Geschehen "hinter der Mauer“ zu studieren. Meine Erlebnisse dort gehören zu den erschütternsten Erfahrungen meines Lebens. Die glaubwürdigsten Zeugen für das, was ich in dort gehört und gesehen habe, waren außer den Palästinensern selbst israelische Menschenrechtler, die den Palästinensern zur Seite stehen und großartige und bewundernswerte Arbeit leisten." Dieser Bericht über die Situation der Palästinenser hinter der Mauer ist nach Eindrücken auf einer Reise entstanden, die Arn Strohmeyer mit einer Gruppe der Erwachsenenbildung aus Bremen nach Israel und in die besetzten Gebiete durchgeführt hat. Anlass der Reise war, sich über die Menschenrechtssituation "hinter der Mauer" und die Chancen für einen gewaltlosen Widerstand der Palästinenser zu informieren.
Arn Strohmeyer
Brennpunkt Nahost
Stimmen des "anderen Israel"
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